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Immer mehr Unternehmen erkennen den Trend: weg von starren Vorschriften und Hierarchien. Dafür mehr Spaß und Flexibilität! Gerade die so genannte Generation Y fordert diesen Gedankenumschwung gerade zu ein.

Generation Y – das beschreibt die zwischen 1980 und 2000 Geborenen. Sie wollen nicht ausschließlich für die Arbeit leben und vor allem achten sie darauf, dass ihre Tätigkeiten sinnvoll sind. Die jungen Arbeitnehmer von heute haben hohe Ansprüche an ihren zukünftigen Job und fragen stets nach dem Sinn, nach dem „Warum“. Daher der Zusatz „Y“, englisch ausgesprochen „why“.

So hört man von Personalmanagern immer häufiger, dass sie bei Bewerbungsgesprächen nach flexiblen Arbeitszeitmodellen oder nach der freien Gestaltung des Aufgabengebiets gefragt werden. Viele junge Leute verstehen nicht, warum sie bis 18 Uhr arbeiten sollen, wenn doch die Aufgaben des Tages schon erledigt wurden. Dafür sind sie dann auch bereit, ein anderes Mal deutlich länger im Büro zu bleiben. Auch Spaß bei der Arbeit und die Vereinbarung von Karriere und Familie spielt bei immer mehr Arbeitswilligen eine große Rolle. Bewirbt sich heutzutage ein junger Mensch um einen Job, hat es den Anschein, dass sich das Blatt wendet. Die Unternehmen bewerben sich plötzlich bei dem potenziellen Arbeitnehmer. Verkehrte Welt? Nein. Viele Firmen haben einfach erkannt, dass die Generation Y auf ganz andere Dinge Wert legt, als noch deren Eltern. Da spielt das Geld erst einmal gar nicht unbedingt die entscheidende Rolle. Vielmehr wollen sich die Arbeitnehmer „wohl fühlen“, sozusagen ihren Arbeitsplatz zu ihrem zweiten Zuhause machen.

Die Flexibilität der Arbeitnehmer beachten

Im Gegensatz zu früher sind viele Arbeitnehmer flexibler und ziehen für einen Job schneller in eine andere Stadt. Dies führt vermutlich dazu, dass die Firmen gezwungen sind, bei diesem Wandel mitzuziehen. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass längst nicht mehr alleine das Unternehmen seine Bewerber aussucht, sondern oft anders herum. Vor allem ist das in Branchen der Fall, bei denen Fachkräftemangel herrscht. Hier hat der potentielle Mitarbeiter meist sogar freie Wahl bei der Entscheidung über den zukünftigen Arbeitsplatz. Sind die Unternehmenskultur oder die Arbeitsbedingungen nicht im Sinne des Bewerbers, sehen diese sich oftmals nach einer besser geeigneten Stelle um.

Der Wunsch und die Mittel für eine gute Work-Life-Balance

Studien belegen diese Entwicklung: eine gute Work-Life-Balance, also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freizeit und Arbeit, steht vor allem bei Berufseinsteigern ganz weit oben. Diese neuartige Arbeitswelt fordert gewisse Umstrukturierungen, um die flexible Gestaltung der Arbeitsplätze realisieren zu können.

So bieten zum Beispiel einige Firmen bereits Kindertagesstätten an, um Familien mit Kindern zu unterstützen und letztendlich auch als Arbeitnehmer für sich zu gewinnen und zu behalten. Sogar Yoga-Kurse und Ausdauertraining im betriebseigenen Fitnesscenter nach der Arbeit gehören in manchen Unternehmen schon zur Tagesordnung.

Auch flexible Arbeitszeitmodelle sind wichtiger denn je. Die junge Generation möchte Familie und Karriere unter einen Hut bringen. In diesem Zusammenhang setzt sich bei immer mehr Firmen der Trend durch, gewisse Bereiche auszulagern. Denn die unbesetzte Stelle am Nachmittag, wenn Mütter oder Väter zuhause auf ihre Kinder aufpassen, fällt vor allem bei den Kunden negativ auf. Diese möchten trotzdem wie gewohnt bis 18 Uhr oder noch länger einen Ansprechpartner im Unternehmen vorfinden. Um ihre Kunden nicht zu verlieren, lassen bereits einige Firmen die Telefonannahme durch externe Telefondienste übernehmen. Das Telefon wird nach Feierabend auf den Telefonservice umgeleitet und verursacht nur Kosten, wenn tatsächlich Anrufe angenommen werden.

Es wird sich zeigen, welche Möglichkeiten sich Firmen demnächst noch einfallen lassen, um die jungen, anspruchsvollen Arbeitnehmer für sich zu gewinnen. Fest steht, dass die Arbeitswelt an einem Wendepunkt steht. Denn der Kampf um gutes Personal zwingt die Unternehmen, attraktive Arbeitsumgebungen zu schaffen.

ÜBER DEN AUTOR
Tamara Kraus ist im Marketing bei der ebuero AG tätig. Das Berliner Unternehmen ebuero AG feierte 2011 sein zehnjähriges Firmenjubiläum und konnte sich als Anbieter von Telefon- und Büroservice von Beginn an in der Branche etablieren. Seither hat die ebuero AG ihr Angebot weiterentwickelt und gehört so auch mit ihrem mehrsprachigen 24-Stunden-Service zu den Pionieren.

Anschrift:                ebuero AG, Hauptstr. 8, 10827 Berlin
Tel.:                          +49 30 780 999 99
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